Auf dem Weg zum Online-Kauf vertrauen nur sieben Prozent der deutschen Konsumenten dem ersten Suchergebnis.
64 Prozent der Befragten vertrauen Informationen zu Marken, die sie von KI-Tools erhalten.
Studie identifiziert sechs Sucharchetypen.
Berlin/New York, 18. November 2025 – Die Wege zum Online-Kauf sind in Deutschland vielfältiger und fragmentierter denn je. Nur sieben Prozent der deutschen Konsumenten vertrauen dem ersten Suchergebnis – ein internationaler Tiefstwert. Fast die Hälfte (49 Prozent) prüft regelmäßig mehrere Quellen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Das zeigt die aktuelle Studie „Der Aufstieg der KI-Such-Archetypen" von Yext, einer führenden Plattform für Markensichtbarkeit. Die internationale Studie, die gemeinsam mit Researchscape durchgeführt wurde, analysierte die Antworten von 2.237 Konsumenten in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die kürzlich dialogorientierte oder sprachgesteuerte KI-Tools genutzt haben, um Marken zu entdecken, zu bewerten und auszuwählen. Suchende wurden sechs Archetypen zugeordnet, die zeigen, was Konsumenten besonders wichtig ist und welche Faktoren ihre Kaufentscheidungen beeinflussen.
Zentrale Erkenntnisse: Die Suche ist fragmentiert. 42 Prozent der Konsumenten beginnen die Suche nach einem Produkt oder Service bei Google, 18 Prozent nutzen KI-Tools und 15 Prozent starten auf der Website einer Marke sowie 14 Prozent in den sozialen Medien. Bei der Kaufentscheidung spielen Preise und Angebote (24 Prozent), detaillierte Produktbeschreibungen und -vergleiche (23 Prozent) sowie Bewertungen und Empfehlungen anderer Käufer (20 Prozent) eine entscheidende Rolle. Empfehlungen von Experten oder vertrauenswürdigen Quellen sind mit 16 Prozent dagegen weniger wichtig, ebenso wie KI-Tools (10 Prozent) oder Influencer (7 Prozent).
„Die Suche ist längst keine lineare Reise mehr, sondern ein unübersichtliches Netz aus Plattformen, Formaten und Erwartungen", sagt Mark Kabana, VP Data Innovation bei Yext. „Konsumenten springen nicht aus Neugierde zwischen KI-, Social-Media- und traditionellen Ergebnissen hin und her, sondern weil sie der ersten Antwort nicht trauen. Marken sollten aufhören, nur für Keywords zu optimieren, und stattdessen auf Delegation setzen. In einer fragmentierten Landschaft bieten strukturierte, maschinenfähige Daten die einzige Chance, ausgewählt statt nur gesehen zu werden."
