Verkaufsstart für Deutschlands neue Altersvorsorge ist im Januar – der Kampf um die Spitzenplätze in der Suche läuft bereits.
Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027, und Anleger suchen bereits jetzt. Wie Versicherer, Banken und Finanzberater in der KI-Suche sichtbar werden.

Yext
26 Aug. 2026

TL;DR: Deutschland stellt die staatlich geförderte private Altersvorsorge neu auf: Das neue Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027. Rund 14,7 Millionen Bestandskunden sowie eine große Gruppe erstmals förderberechtigter Selbstständiger haben damit einen konkreten Anlass, Anbieter zu vergleichen, und die Recherche läuft schon Monate vor dem offiziellen Vertriebsstart. Noch ist nicht entschieden, welche Anbieter bei diesen Suchanfragen sichtbar werden. Wer jetzt die passenden Antworten liefert, schafft sich einen Vorsprung und erhöht die Chance, im Januar gefunden und empfohlen zu werden.
Die Fakten zur Reform
Ab 2027 wird das bisherige Riester-System für Neuverträge durch eine neue Generation staatlich geförderter Altersvorsorgeprodukte ersetzt. Der Bundestag hat das Altersvorsorgereformgesetz am 27. März 2026 verabschiedet. Ab dem 1. Januar 2027 können die neuen Produkte rund um das Altersvorsorgedepot auf den Markt kommen.
Im Zentrum der Reform steht das Altersvorsorgedepot und damit ein deutlich anderer Ansatz als bei Riester: Statt auf klassische Vorsorgeprodukte beschränkt zu sein, können Sparer staatlich gefördert in Fonds und ETFs investieren. Je höher der Eigenbeitrag, desto höher die Förderung, bis zu 540 Euro pro Jahr, ergänzt um Kinderzulagen und einen einmaligen Bonus für unter 25-Jährige. Für einen einfachen Einstieg soll zudem ein standardisiertes Depot mit gesetzlich begrenzten Kosten sorgen; wer mehr Auswahl und Flexibilität möchte, kann auf frei konfigurierbare Angebote zurückgreifen.
Für bestehende Riester-Verträge ändert sich zunächst nichts: Sie können zu den bisherigen Konditionen und mit der bisherigen Förderung weitergeführt werden. Wer möchte, kann jedoch in die neue Förderwelt wechseln, entweder mit dem bestehenden Vertrag oder mit einem neuen Altersvorsorgeprodukt.. Wichtig ist allerdings: Wer einen neuen Vertrag nach den neuen Förderbedingungen abschließt, wechselt damit in die neue Fördersystematik und verliert den Bestandsschutz für den Altvertrag. Die FAQ des Bundesfinanzministeriums führt die Optionen im Einzelnen auf.
Die Reform ist damit keine reine Migration, sondern öffnet den Markt neu. Private Altersvorsorge war in Deutschland bisher eine langfristige Entscheidung, die nach Vertragsabschluss nur selten neu bewertet wurde. Die Reform schafft einen neuen Anlass für den Anbietervergleich: Rund 14,7 Millionen bestehende Vertragsinhaber können ihre Optionen neu prüfen und Anbieter vergleichen, während gleichzeitig eine große Gruppe von Selbstständigen erstmals Zugang zur staatlichen Förderung erhält.
Für viele beginnt die Suche nach dem passenden Angebot damit völlig neu. Ohne bestehende Anbieterbeziehung oder klare Präferenz müssen sie sich zunächst orientieren: Welche Angebote gibt es, welche Anbieter kommen infrage und wem können sie vertrauen?
Warum die Nachfrage dem Produktangebot vorauseilt
Genau hier liegt die Chance, das Gespräch früh zu prägen. Vor Januar können keine Verträge abgeschlossen werden, doch die Recherche nach Anbietern und Angeboten hat längst begonnen.
Das Interesse am Altersvorsorgedepot ist in den vergangenen zwölf Monaten von nahezu null auf einen neuen Höchststand gestiegen. Gleichzeitig informieren sich Verbraucher weiterhin darüber, ob sich ein Wechsel aus einem bestehenden Riester-Vertrag lohnt. Besonders interessant ist jedoch die Suche nach konkreten Anbietern: Mehr als 2.000 Suchanfragen pro Monat verbinden Begriffe rund um das Altersvorsorgedepot bereits mit dem Namen einer Bank, eines Versicherers oder eines Brokers.
Das Muster ist eindeutig: Die Entscheidung für 2027 beginnt schon heute. Sparer recherchieren bereits jetzt, welche Anbieter für sie infrage kommen – und welche Marken es später in die engere Auswahl schaffen. Die Liste an Anbietern für 2027 wird in diesem Moment durch die Antworten geprägt, die sie bei ihrer Recherche finden.
Gleichzeitig verändert sich, wie Verbraucher suchen. Aus kurzen Suchbegriffen wie „Riester Vergleich“ werden zunehmend konkrete, persönliche Fragen: „Ich bin 44, selbstständig, habe zwei Kinder und bereits einen Riester-Vertrag. Welcher Anbieter für das neue Altersvorsorgedepot passt zu mir, bietet gute Beratung und hat eine Filiale in meiner Nähe?“ Statt einer klassischen Trefferliste erwarten Nutzer darauf immer häufiger eine konkrete Antwort oder Empfehlung. Damit eine Marke dort berücksichtigt werden kann, müssen ihre Informationen für Suchmaschinen und KI-Systeme eindeutig auffindbar und verständlich sein: Wo gibt es persönliche Beratung? Welche Leistungen werden angeboten? Und wie bewerten andere Kunden ihre Erfahrungen?
Das Marktpotenzial für deutsche Versicherer, Banken und Beraternetzwerke
Noch ist der Wettbewerb um Sichtbarkeit beim Altersvorsorgedepot nicht entschieden. In etablierten Kategorien wurde die Präsenz auf den vorderen Suchpositionen über Jahre aufgebaut und lässt sich nur mit erheblichem Aufwand angreifen. Hier dagegen entsteht die Informationslandschaft gerade erst. Wer früh relevante Antworten liefert, kann sich einen Vorsprung aufbauen, bevor sich die ersten Anbieter dauerhaft festsetzen.
Ein Blick auf die Anbieter, die aktuell sichtbar sind, zeigt etwas Überraschendes: Größe ist offenbar nicht entscheidend. Ein Verbraucherfinanzportal beantwortet die wichtigsten Fragen jeweils auf einer eigenen Seite, vom Ratgeber über den Rechner bis zum Wechsel bestehender Verträge, und ist damit bei fast allen relevanten Informationssuchen präsent. Ein Neobroker wiederum hat seine Produktseite inklusive Rechner und Warteliste veröffentlicht, noch bevor das eigentliche Produkt verfügbar ist, und erreicht damit schon heute hohe Sichtbarkeit bei Suchanfragen rund um Vergleich und Kosten.
Das vielleicht spannendste Beispiel kommt jedoch von einer regionalen Genossenschaftsbank: Eine einzige Filiale schafft es mit nur einer Seite, bei einem Suchbegriff mit mehreren Tausend monatlichen Suchanfragen vor deutlich größeren, nationalen Finanzdienstleistern zu erscheinen.
Die ersten sichtbaren Anbieter haben dafür keine großen Kampagnenbudgets gebraucht. Ihr Vorsprung ist vor allem dadurch entstanden, dass sie früh konkrete Antworten veröffentlicht haben.
Gleichzeitig bleiben einige der größten deutschen Finanzdienstleister bei den wichtigsten Suchbegriffen praktisch unsichtbar: Keine Platzierung unter den ersten 100 Ergebnissen, teilweise nicht einmal dann, wenn Verbraucher gezielt nach ihrem Markennamen in Verbindung mit dem Altersvorsorgedepot suchen.
Die Folge: Ein einziges Vergleichsportal prägt derzeit einen Großteil der allgemeinen Informationssuche zum neuen Produkt. Bei lokalen Fragen zur Beratung sieht es ähnlich aus. Dort sind es nicht die großen Vermögensverwalter, die sichtbar werden, sondern einzelne Sparkassen und regionale Genossenschaftsbanken.
Besonders groß ist die Sichtbarkeitslücke bei der lokalen Beratung. Ein Yext Scout-Scan eines deutschen Beratungsnetzwerks zeigt: Drei von vier Beraterinnen und Beratern erscheinen bei relevanten Suchanfragen zur Altersvorsorge nicht in den Google-Top-10. Sie sind vor Ort, sie beraten Kunden, aber bei der digitalen Recherche nach Altersvorsorge sind sie kaum sichtbar.
Was bis Januar zu tun ist - Ihre To-dos im Überblick
Beantworten Sie jede wichtige Kundenfrage auf einer eigenen Seite, statt alles auf einer Produktseite zu bündeln. Wer nach Kosten, Förderberechtigung oder der Frage „Riester behalten oder wechseln?“ sucht, braucht eine konkrete Antwort und sollte sie direkt finden. Yext-Analysen zu Intent-Seiten zeigen: Bei konkreten Fragen wird in rund 70 % der Fälle die Seite herangezogen, die genau auf diese Suchintention zugeschnitten ist. Eine allgemeine Produktseite reicht deshalb nicht. Wer bei diesen Fragen sichtbar sein will, muss die Antworten gezielt bereitstellen.
Machen Sie jede Beraterin, jeden Berater und jeden Standort einzeln auffindbar. Wer nach Beratung in seiner Nähe sucht, will wissen, wer vor Ort helfen kann, nicht, wo die Unternehmenszentrale sitzt. Dafür müssen Informationen wie Standort, Fachgebiete, Sprachen und Verfügbarkeit eindeutig und individuell zugeordnet sein. Nur dann können Suchmaschinen und KI-Systeme die passende Person für eine konkrete Anfrage finden und in ihren Antworten berücksichtigen. Im Yext Knowledge Graph lassen sich diese Informationen zentral strukturieren und für die digitale Suche bereitstellen.
Schaffen Sie zuerst eine verlässliche Datengrundlage. Adresse, Öffnungszeiten, Kontaktdaten und weitere zentrale Informationen müssen auf der eigenen Website, in Verzeichnissen und auf Plattformen übereinstimmen. Denn KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity beziehen Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Finden sie dort widersprüchliche Angaben, steigt das Risiko, dass veraltete oder ungenaue Informationen in die Antwort einfließen, etwa nach einem Umzug oder der Zusammenlegung von Filialen. Genau hier haben Marken selbst großen Einfluss: In einer Yext-Analyse von 2,3 Millionen KI-Zitationen zu Finanzthemen stammten 88 % aus Quellen, die Unternehmen selbst kontrollieren oder verwalten, darunter die eigene Website und ihre Einträge auf Drittplattformen. Konsistente Daten sind damit keine reine Datenpflege, sondern eine zentrale Voraussetzung für Sichtbarkeit in der KI-Suche.
Bei Bewertungen zählt Aktualität genauso wie Qualität. Bewertungen prägen mit, welche Anbieter bei der Recherche als relevant und vertrauenswürdig wahrgenommen werden. Und gerade in Deutschland ist Aktualität entscheidend: Laut Yext-Verbraucherstudie 2026 war Deutschland der einzige untersuchte Markt, in dem das Alter einer Bewertung die Kaufentscheidung stärker beeinflusste als die Sternebewertung.
Messen Sie zuerst, wo Sie heute stehen. Yext Scout analysiert typische Kundenfragen, bei denen nicht gezielt nach Ihrer Marke gesucht wird, in ChatGPT, Gemini und Perplexity. So sehen Sie, welche Standorte und Beraterinnen und Berater in den Antworten erscheinen und wo Ihre Marke bislang fehlt. Entscheidend ist dabei der lokale Vergleich: Eine Filiale in Hamburg wird mit den Anbietern verglichen, mit denen sie vor Ort tatsächlich um Sichtbarkeit konkurriert. Für einen Standort im ländlichen Raum gilt dasselbe: Auch diser wird an seinem eigenen Wettbewerbsumfeld gemessen. So wird für jeden Standort sichtbar, wo konkreter Handlungsbedarf besteht und ob Optimierungen Wirkung zeigen. Mit monatlichen Scans bleiben bis zum Produktstart im Januar noch vier Messpunkte, um nachzusteuern.
Wer 2027 gefunden wird, entscheidet sich schon heute
Gerade jetzt informieren sich Verbraucher erstmals über das Altersvorsorgedepot und darüber, welche Anbieter für sie infrage kommen. Dabei entsteht bereits Monate vor dem ersten Vertragsabschluss ein Bild davon, welchen Marken sie vertrauen und welche sie überhaupt in Betracht ziehen. Wer in dieser frühen Phase sichtbar ist, kann sich einen Vorsprung aufbauen, der später nur schwer aufzuholen ist.
Vieles ist noch offen. Die konkreten Produktkonditionen sind noch nicht veröffentlicht, und möglicherweise entwickelt sich die Nachfrage stärker in Richtung garantierter Varianten als ursprünglich erwartet. Noch lässt sich daraus kein klarer Markttrend ableiten. Entscheidend ist jedoch: Was Anbieter heute für ihre Sichtbarkeit tun sollten, bleibt davon unberührt.
Dass digitale Anbieter beim Altersvorsorgedepot derzeit oft die Nase vorn haben, hat strukturelle Gründe: Sie können schnell neue Seiten veröffentlichen, ihre Systeme sind darauf ausgelegt und sie müssen keine über Jahre gewachsenen Datenbestände zusammenführen. Etablierte Finanzdienstleister haben dafür einen anderen Vorteil: ein dichtes Netz aus Standorten, erfahrene Beraterinnen und Berater und oft jahrzehntelange Beziehungen zu ihren Kunden. Doch dieser Vorsprung zählt nur, wenn er auch digital sichtbar ist. Wenn Suchmaschinen und KI-Systeme nicht erkennen können, wer wo berät und welche Expertise vor Ort verfügbar ist, wird aus einer Stärke im Beratungsgeschäft eine Schwäche bei der digitalen Auffindbarkeit. Und genau das lässt sich noch rechtzeitig vor dem Produktstart ändern.
Auch bei der Budgetplanung lohnt sich der Blick über den Produktstart hinaus. In einer stark umkämpften Kategorie kann bezahlte Suche schnell teuer werden und schafft Sichtbarkeit nur so lange, wie dafür bezahlt wird. Gute Inhalte wirken anders: Eine Seite, die eine relevante Kundenfrage heute überzeugend beantwortet, kann auch in den kommenden Jahren gefunden und als Quelle herangezogen werden. 2027 werden nicht unbedingt die Finanzdienstleister mit der besten Produktseite den Ton angeben. Im Vorteil sind diejenigen, die schon relevante Antworten geliefert haben, als die ersten Fragen aufkamen.
Genau diese Themen nehmen wir genauer unter die Lupe. Gemeinsam mit dem deutschen Field-Team zeigen wir, wer bei relevanten Suchanfragen aktuell in KI-Antworten sichtbar ist, wo Finanzdienstleister noch Chancen liegen lassen und welche Ansätze sich in anderen Märkten bereits bewährt haben.
Sie möchten wissen, was das konkret für Ihre Marke bedeutet? Dann seien Sie am 8. September um 14:00 Uhr bei unserem Webinar dabei. Wir ordnen die Entwicklungen ein, diskutieren konkrete Handlungsoptionen und beantworten Ihre Fragen. Die Karten werden jetzt neu gemischt. Wer 2027 gewinnen will, muss heute handeln.