Google Updates im April: strengere Regeln für Bewertungen und ein neues Anzeigenformat für die lokale Suche

Das sollten Marken über Googles neue Bewertungsrichtlinie wissen – und über das neue Anzeigenformat.

Lauryn Chamberlain

27 Apr. 2026

4 Min.

TL;DR: Google hat seine Bewertungsrichtlinie aktualisiert, um strenger gegen Beschäftigtenquoten, Anfragen nach Namen von Mitarbeitenden, Druck vor Ort und Anreize vorzugehen. Bewertungsprogramme sollten daher schnell überprüft werden. Gleichzeitig testet Google ein wischbares Karussell, mit dem Suchende in einer einzigen bezahlten Anzeige nahegelegene Standorte vergleichen können, wodurch standortbezogene Daten und Bewertungen mehr Gewicht erhalten als die bloße Markenbekanntheit.


Google hat diesen Monat an mehreren Stellen Maßnahmen ergriffen – und zwei dieser Änderungen werden sich insbesondere auf Marken mit mehreren Standorten auswirken.

Eine davon verschärft die Regeln dafür, wie Bewertungen angefordert werden dürfen. Eine andere verändert, wie lokale Ergebnisse in der bezahlten Suche dargestellt werden. Keine dieser Änderungen ist für sich genommen besonders dramatisch, doch zusammen verändern sie das Playbook für die Sichtbarkeit jeder Marke mit physischen Standorten.

Folgendes sollten Marketingfachkräfte jetzt wissen.

Google verschärft seine Bewertungsrichtlinie

Was hat sich geändert

Google hat seine Richtlinien für Bewertungen in Google Maps und im Unternehmensprofil aktualisiert und neue Formulierungen zur Anforderung von Bewertungen hinzugefügt.

Der Wandel? Händler sollten ihre Mitarbeitenden nicht dazu auffordern, eine bestimmte Anzahl von Bewertungen zu sammeln, Kund*innen nicht bitten, Mitarbeitende namentlich zu erwähnen, Kund*innen vor Ort nicht zu Bewertungen drängen und keine Anreize zum Schreiben, Bearbeiten oder Entfernen von Bewertungen bieten. Bestehende Regeln gegen gefälschte Interaktionen, voreingenommene Inhalte und Interessenkonflikte gelten weiterhin.

Das sollten Marken wissen

Dadurch wird nicht die gesamte Struktur geändert, sondern lediglich die Durchsetzung verschärft: Sie können weiterhin um ehrliches Feedback bitten. Aber das Risiko beginnt in dem Moment, in dem eine Anfrage Inhalt, Bewertung oder Formulierung beeinflusst. Eine 5-Sterne-Vorgabe für das Team oder eine Vorlage, anhand derer Kund*innen gebeten werden, einen Mitarbeitenden lobend zu erwähnen – beides überschreitet die neue Grenze.

Wie man darauf reagiert

Beginnen Sie damit, alle Prompts zur Abgabe einer Bewertung zu überprüfen, die Ihre einzelnen Standorte per E-Mail, SMS, auf Hinweisschildern im Geschäft oder in Werbetexten nach dem Besuch verwenden. Entfernen Sie die Namen der Mitarbeitenden, spezifische Anfragen zu Sternebewertungen und Formulierungen zu Anreizen für Gruppen.

Ein unbedenkliches Muster lautet eher: „Vielen Dank für Ihren Besuch! Wir freuen uns über eine ehrliche Bewertung Ihrer Erfahrung." Reagieren Sie anschließend auf das eingehende Feedback. Bewertungen sind nach wie vor ein wichtiges Signal bei der lokalen und KI-Suche, daher spielt die Häufigkeit der Antworten weiterhin eine entscheidende Rolle für die Sichtbarkeit sowie den Aufbau von Vertrauen.

Lesen Sie mehr darüber, wie Bewertungen das Vertrauen der Kund*innen stärken und ihre Entscheidungen beeinflussen.

Google testet ein wischbares Standortkarussell in Suchanzeigen

Was hat sich geändert

Google scheint ein neues Format zu testen, mit dem Suchende direkt in den Suchanzeigen zwischen mehreren Unternehmensstandorten wechseln können. Das Karussell zeigt Details wie Entfernung, Öffnungszeiten und Bewertungen an, sodass Nutzer*innen die Standorte durchsuchen können, ohne die Suchergebnisseite zu verlassen.

Das sollten Marken wissen

Bezahlte lokale Ergebnisse ähneln immer weniger der Anzeige einzelner Geschäfte und immer mehr einem direkten Vergleich.

Die Auswirkungen? Diese Veränderung könnte die Kriterien dafür verändern, was einen Klick auslöst. Wenn Nutzer*innen an einem Ort durch mehrere lokale Optionen scrollen können, gewinnen die Attribute eines einzelnen Standorts stark an Bedeutung. Eine starke Markenbekanntheit reicht möglicherweise nicht mehr aus, um ein schwaches Profil zu kompensieren. Wenn Ihr Standort veraltete Fotos, fehlende Attribute, eine geringe Anzahl an Bewertungen oder eine schlechte Sternebewertung aufweist, während ein Konkurrent besser abschneidet, könnten Sie den Vergleich bereits verlieren, bevor jemand überhaupt eine Landingpage aufruft.

Wie man darauf reagiert

Die Lösung liegt auf Standortebene. Überprüfen Sie jedes Google Unternehmensprofil anhand der Kriterien, die Kund*innen auf einen Blick vergleichen: Anzahl und Aktualität der Bewertungen, Häufigkeit der Antworten, korrekte Öffnungszeiten, vollständige Attribute, aktuelle Fotos sowie einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefonnummer.

Stellen Sie sicher, dass Sie auch Ihr Team für bezahlte Suche einbeziehen. Wenn es sich bei der Anzeigeneinheit um eine Vergleichsansicht handelt, werden Profilstatus und Ausgaben für Medien nicht mehr als separate Budgets betrachtet.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie lokale Listings für die KI-Suche optimieren können.

Das Fazit

Beide Updates führen in die gleiche Richtung. Sichtbarkeit erhalten Marken, die ihre Daten korrekt angeben, ihre Bewertungen authentisch gestalten und ihre Skripte für Anfragen übersichtlich halten. Die Marken, die diesen Monat erfolgreich sind, sind diejenigen, die bereits so vorgehen.

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