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Was ist Google AI Overviews im Vergleich zum Google KI-Modus, und was bedeuten sie für die Zukunft von Suche, Sichtbarkeit und Auffindbarkeit?

TL;DR: Google verändert, wie wir suchen, und das ist eine große Sache. AI Overviews und der Google KI-Modus werden bald überall sein. Und diese vertrauten blauen Links? Sie werden von KI-generierten Antworten und chatähnlichen Sucherlebnissen überrollt. Wenn Sie möchten, dass Kund*innen Ihre Marke finden, müssen Sie wissen, wie Sie in KI-Suchergebnissen auftauchen.

Diese Erklärung schlüsselt die Unterschiede zwischen Google AI Overviews und dem Google KI-Modus auf und vermittelt dann das grundlegende Wissen, das Marketingteams benötigen, um in den KI-Suchmaschinen von Google zu erscheinen.

AI Overviews und der KI-Modus sind die Zukunft der Google Suche

Trotz der Beteuerungen von Google gibt es mehr als nur ein Signal, das darauf hindeutet, dass AIOs der organischen Suche Klicks stehlen. Neue Untersuchungen von Ahrefs und Amsive zeigen, dass AI Overviews die Klickraten (Click-Through-Rates, CTR) für herkömmliche organische Suchergebnisse um 15 % bis 34 % verringert haben.

In den letzten drei Monaten des Jahres 2024 stiegen die AIOs in den Google-Suchergebnissen von 34 % auf 43 %. Zwar tragen möglicherweise auch Featured Snippets und Ad Packs zum Rückgang der Klickraten bei, doch lässt sich der Rückgang der Klicks durchaus mit der Zunahme der KI-generierten Suchergebnisse in Verbindung bringen.

Denn warum klicken, wenn es nicht nötig ist?

Da der KI-Modus in der Google-Suche immer mehr Kund*innen erreicht, können Marken mit einer Fortsetzung dieses Trends oder sogar mit einem Anstieg rechnen.

Der Unterschied zwischen Google AI Overviews und KI-Modus

Eine AI Overview ist eine Weiterentwicklung der Google-Suche. Anstatt Kund*innen eine Reihe von blauen Links oder einen Local Pack (das die Antworten auf die Anfrage des Kund*innen enthalten kann oder auch nicht) zu zeigen, präsentieren AIOs prägnante, unterhaltsame und direkte Antworten auf Kundenfragen. In der Regel handelt es sich bei diesen Antworten um Zusammenfassungen, die von generativer KI erstellt wurden. AIO, zunächst Search Generative Experience (SGE) genannt, wurde im Sommer 2024 eingeführt. Seitdem haben sich AIOs von einem Experiment zu einem flächendeckenden Angebot entwickelt.

Der KI-Modus ist eine weitere Funktion der Google-Suche. Der KI-Modus nutzt das LLM von Google Gemini, um tiefer gehende, dialogorientierte Antworten zu geben, mit denen komplexe Anfragen direkt in der Suche bearbeitet werden können. Wie andere KI-Suchfunktionen und KI-Agenten lädt auch der KI-Modus die Kund*innen dazu ein, Folgefragen direkt in der Suchoberfläche zu stellen (im Gegensatz zu einer externen Plattform wie Google Gemini, ChatGPT, Claude usw.).

Der KI-Modus ist nicht dasselbe wie Google Gemini (noch nicht). Im Gegensatz zu Gemini sind die Interaktionen im KI-Modus Teil des allgemeinen Google-Suchergebnisses. Wenn Ihre Kundschaft also nicht den Inkognito-Modus verwendet oder andere Kontoeinstellungen deaktiviert, können Kundendaten für die Personalisierung und Monetarisierung von Anzeigen verwendet werden.

Da der KI-Modus multimodal (d. h. Suche über Text, Sprache, Audio, Bild, Video usw.) und interaktiv ist, verändert er auch die Art und Weise, wie Kund*innen Fragen stellen und von Marken eine Antwort erwarten.

Hier sind einige Beispiele, die die Unterschiede zwischen der herkömmlichen Suche und dem KI-Modus verdeutlichen:

Anstatt eine herkömmliche Suche nach „Lokales Café in meiner Nähe" einzugeben, können Kund*innen im KI-Modus mit Google sprechen und Folgendes sagen: „Zeige mir die 4 besten unabhängigen Cafés im Umkreis von 15 Autominuten von meinem Haus. Bitte beschränke die Suche auf Cafés, die auch glutenfreie Backwaren anbieten. Sie sollten um 7 Uhr morgens geöffnet sein. Bonuspunkte, wenn sie auch nach 18 Uhr geöffnet sind."

Anstelle einer typischen medizinischen Stichwortsuche nach „Blutabnahme in meiner Nähe" können Patient*innen den KI-Modus Folgendes fragen: „Ich muss diesen Monat einen Termin für eine Blutabnahme vereinbaren. Zeige mir eine Liste von drei Labors, vorzugsweise im Umkreis von 20 Minuten von meinem Wohnort, bei denen ich online einen Termin vereinbaren kann. Muss gesetzlich versicherte Personen akzeptieren." Sobald die Suchergebnisse vorliegen, können die Patient*innen ihre Suche im KI-Modus fortsetzen und sich darauf verlassen, dass der Kontext für Folgefragen gewahrt wird, wie z. B. „Ich lasse meine Eisenwerte testen. Muss ich vor der Blutabnahme nüchtern sein?" oder „Wie viel Zeit sollte ich für die Blutabnahme für Leber-, Stoffwechsel- und Schilddrüsentests einplanen? Und kann ich mich irgendwie vorbereiten, damit meine Venen gut gefunden werden?".

Was sind KI-organisierte Suchergebnisseiten und wie hängen sie mit AI Overviews und dem KI-Modus zusammen?

Neben den AI Overviews und dem KI-Modus führt Google mehrere Tests durch, um herauszufinden, wie KI das Sucherlebnis verbessern kann. Die Ergebnisse der lokalen Suche von Google werden jetzt mithilfe von künstlicher Intelligenz zusammengestellt. Wenn Kund*innen zum Beispiel auf ihren Handys bei Google nach „Laptop-freundlichem Café in meiner Nähe" suchen, erstellt die KI-organisierte Suchergebnisseite eine redaktionelle Antwort auf die Fragen.

Diese redaktionelle Antwort enthält zahlreiche von Google zusammengestellte Empfehlungen, wie „Cafés mit schnellem WLAN" und „Ruhige Cafés zum Arbeiten". Kund*innen sehen nach wie vor eine Karte, Sterne-Bewertungen und Links. Allerdings scheint Google mithilfe von KI die Bewertungen von eigenen und externen Websites zu kombinieren, um seine Empfehlungen in Bezug auf Ihre Suche zusammenzustellen (ähnlich wie Airbnb die Einträge für „A-Frame-Hütten" und „Historische Häuser" kuratiert).

Wie man Inhalte erstellt, die in AI Overviews und im Google KI-Modus sichtbar sind

Was gefällt Google und was priorisiert es in AI Overviews und den Suchergebnissen im KI-Modus?

Google mag, was auch Ihre Kundschaft mag: klare, glaubwürdige, hilfreiche Informationen. Dementsprechend sollten Sie einzigartige, wertvolle Informationen und Perspektiven anbieten, die die Neugierde der Kund*innen und ihre Suchabsicht befriedigen.

Google schätzt es auch, wenn diese Informationen in einer Vielzahl von kontextreichen Formaten vermittelt werden, von textbasierten Inhalten bis hin zu YouTube-Videos, Podcasts und hilfreichen Bildern (mit hohen Werten für die Barrierefreiheit).

Wenn Sie Ihren Webauftritt, Ihre sozialen Netzwerke und Ihre Einträge aktualisieren, verbessern und weiter ausbauen, sollten Sie über die Erstellung unstrukturierter Inhalte (auch als unstrukturierte Daten bekannt) nachdenken. Während Sie beispielsweise Ihre Content-Strategie zusammenstellen und mit der Erstellung von Beiträgen, Seiten, Videos usw. beginnen, sollten Sie sich und Ihrem Team Fragen wie diese stellen:

  • Ist der Inhalt genau (faktenbasiert und überprüfbar)?

  • Ist er maßgebend (Thought Leadership mit originellen Ideen, Berichten oder Analysen)?

  • Deckt der Inhalt das jeweilige Thema umfassend ab und ist diese Darstellung für Ihre Kundschaft tatsächlich von Interesse?

  • Bietet der Inhalt interessante Ideen, die über das Offensichtliche hinausgehen?

  • Wurde er von Expert*innen oder Enthusiast*innen geschrieben, gehostet oder aufgenommen, die das Thema gut kennen?

  • Fassen die Titel und Beschreibungen, einschließlich alle H1 und Zwischenüberschriften in textbasierten Formaten, den Inhalt zusammen, ohne in Clickbait zu verfallen?

  • Gehört die Webseite, der Blogbeitrag, das Video oder eine andere Ressourcenart zu der Art von Inhalten, die Sie als Lesezeichen speichern oder wiederveröffentlichen würden?

KI-Suchergebnisse von Google priorisieren Marken mit einem besseren Backend und einer hochleistungsfähigen Website

Bei der KI-Suchoptimierung geht es nicht nur um Stichwörter und Backlinks. Es geht auch nicht nur um Domain-Autorität oder Relevanz, Prominenz und Nähe.

Google AI Overviews und der KI-Modus priorisieren Inhalte, die den Kund*innen ein herausragendes Seitenerlebnis bieten. Schließlich ist jetzt auch die KI Teil Ihrer Kundschaft.

Was macht ein herausragendes Seitenerlebnis aus? Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Website für KI und die Optimierung für die Suche überall konzipieren und erstellen können:

Erstellen, testen und verwalten Sie Ihre Website für geringe Latenz

Stellen Sie sicher, dass Ihre Seiten schnell geladen werden, damit KI-Modelle nicht durch verzögerte Ladezeiten irritiert werden. Latenzzeiten schrecken nicht nur Maschinen ab. Wenn Kund*innen, die diese Maschinen benutzen, warten müssen, ist es wahrscheinlich, dass sie zu einem neuen Prompt (oder einer neuen Plattform) wechseln, die möglicherweise nicht die Informationen Ihrer Marke anzeigt.

Optimieren Sie Ihre Website für die multimodale Suche, nicht nur für mobile Endgeräte

Entwickeln Sie Inhalte für Kund*innen, die alle Arten von Geräten verwenden (Telefon und Handy, Desktop, Sprachassistent). Diese Inhalte sollten in jedem Format und mit hohen Standards für Barrierefreiheit erstellt werden (Video, Audio, Text, Sprache, Fotos usw.). Eine solche Bandbreite signalisiert der KI eine gewisse Autorität. Außerdem erhält die KI dadurch mehr Daten, aus denen sie Antworten generieren kann. So kann Ihre Marke mit den Kund*innen interagieren, indem sie die Worte, Bilder und Videos verwendet, die für sie am interessantesten sind.

Strukturieren Sie Ihre Daten mithilfe von Schema-Markup

Strukturierte Daten in Schema Markup machen die Informationen über Ihre Daten maschinenlesbar. KI-Modelle und -Tools verwenden sie zur Interpretation Ihrer Daten und Generierung von Kundeninteraktionen.

Verwalten Sie Ihre strukturierten und unstrukturierten Daten in einem Wissensgraph

Ein Wissensgraph zentralisiert all Ihre Markeninformationen, sodass Sie sie organisiert, aktuell und synchronisiert halten können. So schaffen Sie Vertrauen und Glaubwürdigkeit überall dort, wo Google und KI-Suchmaschinen sie abrufen.

Kontrollieren Sie, was Sie teilen, damit Sie crawlbar und indexierbar sind, ohne Ihre Autorität zu untergraben

Legen Sie klar und bewusst fest, was Google crawlen, indexieren und in den generativen Suchergebnissen berücksichtigen soll. Sie sollten vermeiden, dass doppelte Einträge, veraltete Seiten oder andere minderwertige Inhalte von Ihrer Kernkompetenz ablenken.

Halten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil, Ihre Rezensionen und andere lokale Daten aufgeräumt und aktuell

Bei markenspezifischen und markenneutralen Suchanfragen mit lokaler Absicht (wie z. B. „Haustierfreundliches Terrassencafé in meiner Nähe") scheint die KI-Suche Marken mit starken, gut verwalteten Google-Unternehmensprofilen zu bevorzugen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Daten hier korrekt und Ihre Bewertungen aktuell und gut verwaltet sind.

Verwalten Sie die Markensichtbarkeit mit Vorschau-Optionen

Digitale Marketer*innen (und andere Website-Stakeholder) können steuern, was in den Google-Einträgen angezeigt wird, einschließlich AI Overviews und KI-Modus. Verwenden Sie nosnippet, data\-nosnippet, max\-snippet oder noindex, um die Einstellungen für die Anzeige Ihrer Einträge festzulegen. Diese Vorschauregler haben Einfluss darauf, wie viel von Ihren Marken- und Website-Inhalten in der Suche, in den AI Overviews und im KI-Modus angezeigt wird.

Das Meta-Tag nosnippet verhindert zum Beispiel, dass Suchmaschinen ein Text-Snippet, eine Video-Vorschau oder ein Rich Snippet für Ihre Seite in den Suchergebnissen anzeigen. Es weist die Suchmaschine an, nur den Seitentitel und die URL anzuzeigen. Bei der herkömmlichen Suche haben Marken möglicherweise auf diese Weise getaggt, um Inhalte anzuteasern und Nutzer*innen zum Anschauen aller Informationen zu animieren. Mit den von der KI-Suche generierten dialogorientierten Antworten kann die Verwendung von nosnippet die Sichtbarkeit Ihrer Seite verringern und Ihre Klickrate senken.

Mit dem Meta-Tag max\-snippet können Marken die maximale Anzahl von Zeichen festlegen, die eine Suchmaschine im Text-Snippet für die Seite verwenden kann. In der Vergangenheit konnte eine niedrigere Anzahl von max\-snippet-Zeichen verhindern, dass Sie in einem Featured Snippet erscheinen. Heute könnten sie den AI Overviews oder dem KI-Modus die Anzeige Ihrer Inhalte erschweren, da das KI-Modell den Kund*innen möglicherweise mehr Kontext bieten möchte, als Ihr max\-snippet-Tag erlaubt.

Tools und Kennzahlen zur Leistungsbewertung in AI Overviews

Über den Traffic hinausgehen und das Signal messen

Wenn Kund*innen in AI Overviews, KI-Modus oder einer anderen KI-Plattform direkte Antworten erhalten, wird der Funnel komprimiert. Aufmerksamkeit, Erwägung und Konvertierung können gleichzeitig erfolgen. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie Ihre Strategie für die „Optimierung der Suche überall" auf Marke, Inhalt, lokale Suche und SEO abstimmen. Gemeinsam erhöhen sie die Sichtbarkeit und machen die nicht-lineare Customer Journey zur neuen Normalität.

Ihren Stack mit einem Booster für die Suchsichtbarkeit wie Yext Scout stärken

Mit der Umstellung auf die KI-Suche müssen Sie messen, ob und wo Sie angezeigt werden, nicht nur, wo Sie ranken. Herkömmliche SEO-Tools liefern diese Erkenntnisse nicht. Sie sagen Ihnen nicht, ob, wann und wo Ihre Marke in den AI Overviews, dem KI-Modus, Gemini (oder irgendeinem anderen KI-Tool) auftaucht – weil sie es nicht können.

Hier kommt Scout ins Spiel. Scout überwacht die Markensichtbarkeit überall. Und wir meinen überall.

Mit Scout können Marketer*innen die digitale Präsenz ihrer Marke analysieren und die wahre Stimmung auf Google, Google AI Overviews, KI-Modus, Gemini und anderen KI-Suchplattformen wie ChatGPT, Perplexity und Claude einschätzen. Scout analysiert auch Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen im Vergleich zu Mitbewerber*innen, deckt die Erfolgsfaktoren auf und liefert Erkenntnisse, die Ihnen helfen, die Führung sowohl in der KI- als auch in der lokalen Suche zu übernehmen.

Konversionszeit und -qualität messen

Wenn Sie sich nach wie vor nur auf Klicks konzentrieren, übersehen Sie den Gesamtwert der Besuche, die Sie über die Suche erhalten. Wenn die Klicks zurückgehen, aber das Engagement und die Konversionen steigen, ist weniger vielleicht mehr. Dieses Engagement kann darauf hindeuten, dass Sie Kund*innen mit höherer Qualität und höherer Intention anziehen. Und das ist immer eine gute Sache.

Anpassen, anpassen, anpassen – denn die Google-Suche wird sich fortlaufend verändern

Was für die Suche heute Gültigkeit hat, gilt vielleicht morgen nicht mehr. Doch Marken müssen sich trotzdem ständig anpassen. Schließlich sagt das Sprichwort: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Auch wenn es sich im Moment so anfühlt, als würde sich die Tür zum organischen Traffic schließen, kann es sein, dass die Tür einfach mehr Kund*innen hereinlässt, die es im wahrsten Sinne des Wortes ernst meinen.

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