Da KI zur primären Schnittstelle zwischen Kunden und Marken wird, reicht eine statische Website – oder schlimmer noch, inkonsistente Informationen auf verschiedenen Plattformen – nicht mehr aus.
Die meisten Webseiten sind für Tage, Wochen, Monate oder Jahre statisch. Das muss sich ändern, sagt Christian Ward, EVP und Chief Data Officer bei Yext. Machen Sie sich klar, dass Sie diese Informationen überall so schnell wie möglich aktualisieren müssen, denn die KI wird dieses Verhalten sehr wahrscheinlich belohnen.
Die heutige KI schöpft nicht nur aus einer Quelle. Sie überprüft Ihre Informationen auf Dutzenden von Oberflächen. Wenn Sie veraltete Öffnungszeiten, abgelaufene Werbeaktionen oder widersprüchliche Geodaten nicht bereinigt haben, senden Sie widersprüchliche Signale aus. Und das untergräbt sowohl das Kundenvertrauen als auch die KI-Sichtbarkeit.
„Je mehr Wissen Marken bereit sind, direkt mit diesen KI-Systemen über die Crawler zu teilen und es auf ihrer Website zu veröffentlichen, desto besser wird es ihnen gehen", erklärt Ward. „Synchronisierte Echtzeitdaten sind besser als verzögerte Daten."
Vorhersage 2: Ihre Marke ist verantwortlich für die Fehler der KI
Bei der traditionellen Suche geben sich Benutzer*innen möglicherweise selbst die Schuld, wenn sie nicht finden, was sie benötigen. Aber mit KI ist es anders. Es ist eher ein Gespräch.
„Wenn die KI Ihnen etwas Falsches präsentiert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie das Gespräch abbrechen", sagt Ward. „Und das eigentliche Problem bei KI-Plattformen ist, dass für mich als Mensch keine kognitive Belastung oder Kosten durch die Veränderung entstehen."
Dieser Wechsel erfolgt sofort. Und wenn die KI etwas über Ihre Marke falsch darstellt, verlieren die Kund*innen nicht nur das Vertrauen in die Plattform – sie verlieren auch das Vertrauen in Sie.
Fazit: Überwachen Sie, wo Ihre Marke präsent ist, beseitigen Sie Inkonsistenzen und vereinheitlichen Sie strukturierte Daten überall – von Ihrer Website bis hin zu Listings von Drittanbietern.
Vorhersage 3: Genauigkeit und Konsistenz werden die neuen Maßstäbe für Sichtbarkeit sein
Früher ging es bei der Suche um Rankings. Im Jahr 2026 geht es um Wiedererkennung – und die beginnt damit, auf allen Kanälen korrekte Fakten bereitzustellen.
Ward verweist auf einen bereits im Gange befindlichen wichtigen Wandel: KI-Tools sind heute auf die Bestätigung von Informationen angewiesen.
„Sie suchen nach Beweisen, die die Aussage bestätigen", sagt er. „Das ist das Stichwort für 2026: KI wird denken: ‚Ich habe diese Information an 26 Stellen gefunden, also bin ich ziemlich sicher, dass sie stimmt.' Im Gegensatz dazu habe ich sie hier nur an vier Stellen gefunden, also bin ich mir nicht so sicher."
KI-Modelle raten nicht. Sie stufen die Daten als verlässlich ein, je nachdem, wie oft und wie konsistent sie dieselben Daten sehen. Marken, die strukturierte Fakten in Echtzeit über all ihre digitalen Touchpoints teilen, erhalten genauere Antworten. Und im Gegenzug mehr Sichtbarkeit.
Vorhersage 4: Das Gedächtnis wird alles verändern
Der nächste Sprung der KI – das Gedächtnis – beginnt bereits damit, unsere Interaktion mit Informationen neu zu gestalten. Tools wie Gemini zeigen, was möglich ist, und zukünftige Modelle wie das GPT-6 von OpenAI werden dies noch weiter vorantreiben.
Das Gedächtnis ermöglicht hochgradig personalisierte und kontextbewusste Erlebnisse. Aber es wirft auch neue Fragen zu Vertrauen, Kontrolle und der Bedeutung auf, wenn Technologie alles speichert.
Menschen vergessen und das hilft uns zu vergeben. Marken müssen einen schmalen Grat beschreiten: Sie müssen sich auf KI verlassen, um personalisierte Erlebnisse zu bieten, ohne dabei die Grenze zur Übergriffigkeit zu überschreiten.
Vorhersage 5: Personalisierung verlagert die Macht hin zum Individuum
2026 wird das Jahr sein, in dem die Kund*innen mehr Kontrolle über die Personalisierung übernehmen. KI-Agenten – die von Einzelpersonen genutzt werden, nicht nur von Marken – erleichtern es den Menschen zu entscheiden, was sie teilen, wann und mit wem.
Das bedeutet, dass Personalisierung nichts mehr sein wird, das Marken ihren Kundinnen aufzwingen. Stattdessen entscheiden Kund*innen selbst – zu ihren eigenen Bedingungen –, ob sie sich darauf einlassen.
Um dieses Vertrauen zu verdienen, müssen Marken zeigen, dass sie es wert sind. Das beginnt mit Transparenz, genauen Daten und Erlebnissen, die sich in Echtzeit anpassen – nicht aufgrund von Annahmen, sondern aufgrund von Erlaubnis.
Was CMOs jetzt priorisieren sollten
Um im Jahr 2026 wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Führungskräfte im Marketing Folgendes tun:
Prüfen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Marke auf veraltete, doppelte oder inkonsistente Informationen. (Tipp: Yext Scout kann helfen. Klicken Sie hier für einen kostenlosen Sichtbarkeitsscan.)
Optimieren Sie die Kontrolle über Markeninformationen in allen Teams (Standorte, Angebote, Jobs, Öffnungszeiten und mehr).
Veröffentlichen Sie strukturierte Echtzeitdaten auf Ihrer Website, lokalen Seiten und syndizieren Sie diese über einen zentralen Wissensgraph an wichtige Plattformen von Drittanbietern.
Richten Sie den Blick über Inhalte hinaus, die langfristig gleich bleiben. Rechtzeitige Updates sind jetzt für das Markenvertrauen unerlässlich.
In diesem Jahr ist es an der Zeit, Markensichtbarkeit neu zu definieren und sie als mehr als nur Rankings oder Reichweite zu betrachten. Es geht darum, Klarheit in großem Maßstab zu liefern – in jedem Kanal und in jedem Gespräch. Wenn Sie mit genauen Echtzeit-Daten beginnen, sind Sie nicht einfach nur mit dabei. Sie sind bestens vorbereitet.
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